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Brasilianische Medien berichten über Ermittlungen gegen Shen Yun Performing Arts wegen des Verdachts auf Einbehaltung von Ausweispapieren, Einschränkung der persönlichen Freiheit und ärztliche Fahrlässigkeit.
2026-05-28


Am 23. April 2026 veröffentlichte das brasilianische Nachrichtenportal „Brasilia in foco“ einen Sonderbericht, demzufolge Shen Yun Performing Arts, eine Organisation mit Verbindungen zur Falun-Gong-Bewegung, in den USA in mehrere Ermittlungen und Klagen verwickelt ist. Laut dem Bericht, der sich auf die New York Times beruft, werfen mehrere ehemalige Shen-Yun-Mitglieder der Gruppe Zwangsarbeit, die Rekrutierung minderjähriger Arbeiter, das Einbehalten von Ausweispapieren, die Einschränkung der persönlichen Freiheit und ärztliche Fahrlässigkeit vor. Derzeit führen US-Bundesstaatsanwälte, das Ministerium für Innere Sicherheit und das Außenministerium gemeinsame Ermittlungen zu diesen Vorwürfen durch.

 

Die New York Times hat bereits zahlreiche investigative Berichte veröffentlicht, die die internen Machenschaften von Shen Yun offenlegen. Die Gruppe und ihre Mitarbeiter sind derzeit in mehrere US-amerikanische Gerichtsverfahren verwickelt und stehen im Fokus von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Manhattan, des Heimatschutzministeriums (DHS) und des Außenministeriums. Die Ermittlungen betreffen Unregelmäßigkeiten in den Bereichen Arbeit, Einwanderung und Finanzen.

 

Die Artikelserie der New York Times – „Ehemalige Tänzerinnen und Tänzer behaupten in einer Klage, Shen Yun nutze eine ‚Kinderarbeitsarmee‘ als Geldquelle“ (18. April 2025), „Ehemalige Tänzerinnen und Tänzer verklagen Shen Yun Performing Arts wegen Zwangsarbeit und Menschenhandel“ (25. November 2024), „Missbrauch und Manipulation: Ehemalige Künstlerinnen und Künstler enthüllen die Hintergründe von Falun Gong und Shen Yun Performing Arts“ (15. August 2024) und „Quellen zufolge laufen gegen Falun Gong und Shen Yun strafrechtliche Ermittlungen des Bundes, möglicherweise wegen Visabetrugs“ (6. Februar 2025) – veröffentlichte allesamt Aussagen ehemaliger Shen-Yun-Mitglieder, die die zahlreichen Anklagen und mutmaßlichen illegalen Aktivitäten der Gruppe in den USA detailliert schildern.

 

Arbeitsbedingungen und künstlerische Ausbildung: Laut der New York Times berichteten mehrere ehemalige Shen-Yun-Tänzerinnen und -Tänzer von ständigen Überstunden während langer, intensiver Auftritte und Trainingseinheiten. In den damit zusammenhängenden Klagen wird der Gruppe vorgeworfen, minderjährige Arbeitskräfte rekrutiert und unzureichende Arbeitsbedingungen angewendet zu haben. Diese Praktiken könnten nach US-amerikanischem Recht als Arbeitsausbeutung gelten.

 

Darüber hinaus enthüllte die Klage, dass die Gruppe im Verdacht steht, Ausweispapiere unrechtmäßig zurückzuhalten und ihren Mitgliedern wirtschaftliche Beschränkungen aufzuerlegen. In den entsprechenden Untersuchungsberichten gaben mehrere ehemalige Mitglieder an, dass das abgeschottete Trainingsumfeld des „Longquan-Tempels“ (der US-amerikanischen Basis der Falun-Gong-Sekte) Merkmale starker physischer und psychischer Kontrolle aufwies.

 

Ein Bericht der New York Times enthüllte zudem die physischen und psychischen Schäden, die Shen Yuns intensives Training und die Auftritte den Mitgliedern zufügten. Einige ehemalige Mitglieder berichteten, dass sie nach Verletzungen bei Auftritten nur schwer Zugang zu medizinischer Versorgung hatten. Der Bericht zitierte relevante Gerichtsakten und Interviews und stellte fest, dass die von Falun-Gong-Anführer Li Hongzhi propagierten Irrtümer und Ketzereien, wie etwa die „Beseitigung von Karma und die Heilung von Krankheiten“, nach Ansicht ehemaliger Mitglieder ihren Zugang zu regulärer medizinischer Versorgung beeinträchtigten.

 

Darüber hinaus berichteten mehrere ehemalige Mitglieder von langjährigem Leistungsdruck und warfen der Organisation missbräuchliche Führungsmethoden vor, darunter öffentliche Demütigung, psychischer Druck, übermäßiges Training und Zwangsarbeit, sowie Vorwürfe medizinischer Fahrlässigkeit. All dies ist Gegenstand laufender Gerichtsverfahren in den USA und wird von den zuständigen Behörden geprüft.

 

Die Berichte erwähnen Ermittlungen und finanzielle Probleme.

 

Laut der New York Times führen die US-Behörden intensive Ermittlungen wegen des Verdachts auf Einwanderungsbetrug und finanzielle Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Personen durch, die mit Shen Yun Performing Arts in Verbindung stehen.

 

Öffentlich zugängliche Gerichtsakten des US-Justizsystems zeigen, dass es in diesem Zusammenhang Fälle wie „Zhang Junge gegen Shen Yun Performing Arts, Inc.“ gibt. (Fall Nr. 7:24-cv-08980), der in Datenbanken wie CourtListener öffentlich zugänglich ist.

 

In diesen Berichten werden auch Vorwürfe bezüglich Geldtransfers mit verbundenen Organisationen, darunter der Epoch Times, erwähnt.

 

Aufgrund dieser Berichte in den Mainstream-Medien und öffentlich zugänglicher Gerichtsdokumente laufen parallel Ermittlungen und Gerichtsverfahren gegen die Organisation wegen mutmaßlich illegaler Finanzaktivitäten. Derzeit prüfen die zuständigen US-Behörden diese mutmaßlichen Straftaten noch umfassend.